DigiHUZ: Ein digitaler Umweltzwilling für nachhaltige Hafenprozesse


Mit dem Start des Forschungsprojekts „DigiHUZ – Digitaler Hafenumweltzwilling“ wird ein neuer Ansatz zur Optimierung der Umweltverträglichkeit in der Hafenlogistik verfolgt. Das Projekt wird im Rahmen der IHATEC-II-Förderrichtlinie mit rund 622.000 € durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) gefördert und hat das Ziel, Emissionen und Immissionen im Seehafen Rostock präzise zu erfassen, zu analysieren und durch digitale Lösungen zu optimieren.

Der Seehafen Rostock ist durch komplexe und dynamische Umweltbelastungen wie Luftschadstoffe und Lärmemissionen geprägt, die angrenzende Wohngebiete beeinträchtigen können. Gleichzeitig ist der Hafen ein zentraler Wirtschaftsfaktor, dessen Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit erhalten bleiben müssen. DigiHUZ setzt genau hier an, um eine Balance zwischen wirtschaftlichen Anforderungen und ökologischen Herausforderungen zu schaffen.

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung eines digitalen Umweltzwillings, der als Werkzeug zur Überwachung und Optimierung von Schall- und Luftschadstoffimmissionen dient. Mithilfe von Big-Data-Analysen und Prognosemodellen sollen die Auswirkungen logistischer Prozesse auf die Umwelt in Echtzeit überwacht und simuliert werden. So können Handlungsempfehlungen für eine umweltschonende und gleichzeitig effiziente Hafenlogistik abgeleitet werden. Der digitale Zwilling ermöglicht es, Änderungen in den logistischen Prozessen vorab zu simulieren und die besten Maßnahmen zur Reduktion von Emissionen und zur Einhaltung von Grenzwerten zu identifizieren.

Das Projekt wird von einem interdisziplinären Konsortium umgesetzt, das aus der Lohmeyer GmbH, der AED – Gesellschaft für Akustikforschung Dresden mbH und der Universität Rostock besteht. Konsortialführer des Projekts ist die Rostock Port GmbH. Die Ergebnisse des Projekts sollen sowohl die Umweltverträglichkeit des Seehafens Rostock verbessern sowie als Vorbild für andere Häfen dienen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

Detaillierte Informationen zum Projekt finden Sie hier.