ModularShipAssist2: Autonome Assistenzmodule für die Häfen der Zukunft
Mit dem erfolgreichen Kick-off im Januar 2026 ist das Forschungsprojekt „ModularShipAssist2“ offiziell gestartet. Aufbauend auf den Erkenntnissen des Vorläuferprojekts „ModularShipAssist“ widmet sich das neue Projekt der Weiterentwicklung eines modularen, autonomen Assistenzsystems für Schiffsmanöver in Häfen. Ziel ist es, die Sicherheit und Effizienz im Hafenbetrieb zu steigern und gleichzeitig eine nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige Lösung für die Schiffsassistenz zu schaffen.
Das Projekt adressiert zentrale Herausforderungen der maritimen Industrie. Dazu zählen die zunehmende Größe von Schiffen, das steigende Verkehrsaufkommen in Häfen und die dringende Notwendigkeit einer ökologischen Transformation. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, liegt der Fokus auf mehreren Schlüsselbereichen: Eine hochauflösende Umfelderkennung soll die autonome Navigation ermöglichen, während Algorithmen für Missionsplanung und Energieoptimierung die Effizienz steigern. Gleichzeitig werden hydrodynamische Interaktionen zwischen Assistenzmodulen und Schiffen untersucht, um die Steuerung weiter zu verbessern.
Ergänzend dazu wird eine intuitive Steuerung entwickelt, die es erlaubt, mehrere elektrisch angetriebene Module effizient zu koordinieren. Langfristig soll so ein flexibles Assistenzsystem entstehen, das sowohl bemannte Schlepper unterstützt als auch in autonomen Szenarien eingesetzt werden kann.
Das Projekt wird von der J.M. Voith SE & Co. KG (VTA) koordiniert. Weitere Partner sind die Fairplay Schleppdampfschiffs-Reederei Richard Borchard GmbH, die Universität Rostock (Institut für Automatisierungstechnik) sowie die Technische Universität Hamburg (Institut für Fluiddynamik und Schiffstheorie).
Mit ModularShipAssist2 wird ein wichtiger Schritt hin zu einem digitalisierten, sicheren und nachhaltigen Hafenbetrieb gemacht. Das Projekt leistet damit einen zentralen Beitrag zur Transformation maritimer Assistenzsysteme und zur Zukunftsfähigkeit moderner Häfen.
Detaillierte Informationen zum Projekt finden Sie hier.
