StöSi: Strategisches Kontinuitätsmanagement für resiliente Häfen und Transportketten


Am 15. Januar 2026 fiel im Berliner Westhafen der Startschuss für das IHATEC II-Forschungsprojekt „StöSi – Störungs-Sicherheit in Häfen und Transportketten durch strategische Planungsunterstützung und Kontinuitätsmanagement“. Im Rahmen der Kick-Off-Veranstaltung kamen die Projektpartner, assoziierten Partner sowie der Projektträger TÜV Rheinland zusammen, um die Ziele und den Fahrplan des Projekts zu präsentieren. Gefördert wird das Forschungsvorhaben vom Bundesministerium für Verkehr (BMV).

Das Projekt hat das Ziel, die Resilienz von Hafenstandorten zu stärken und ein effektives Kontinuitätsmanagement für Störfälle zu entwickeln. Häfen spielen eine zentrale Rolle in der Versorgungskette und sind essenziell für die Stabilität von Transportketten. Um diese Funktion auch in Krisensituationen sicherzustellen, steht die Identifikation hafenbezogener Schwachstellen und die Entwicklung eines standardisierten Ansatzes zur Vorhaltung von Basisdaten für Notfall- und Kontinuitätsmanagement im Fokus.

Ein zentraler Bestandteil von StöSi ist die Entwicklung eines modularen Tool-Baukastens. Dieser soll Hafenbetreibern, Unternehmen sowie lokalen und regionalen Verwaltungen ermöglichen, sich effizient auf Störfälle vorzubereiten. Die Durchführbarkeitsstudie wird exemplarisch am Berliner Westhafen getestet.

Das Projekt adressiert drei zentrale Themen:

  • Identifikation von Schwachstellen und vulnerablen Prozessen in Häfen,
  • Definition und Visualisierung von Basisdatensätzen für das Kontinuitätsmanagement,
  • Prüfung der Übertragbarkeit des Ansatzes auf verschiedene Hafenstandorte.

StöSi wird von der Studiengesellschaft für den Kombinierten Verkehr e.V. (SGKV) geleitet. Projektpartner sind das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) sowie die Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft mbH (BEHALA). Mit einer Gesamtzuwendung von 574.460,81 € leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Funktionsfähigkeit und Resilienz von Häfen in Deutschland.

Detaillierte Informationen zum Projekt finden Sie hier.