2025 – Neue Technologien und Testfelder für Wasserstraßen und Häfen: Rückblick auf die Fachkonferenz 2025

Am 11. und 12. Juni 2025 fand im Bundesministerium für Verkehr (BMV) in Berlin die zweite Auflage der Fachkonferenz „Neue Technologien und Testfelder für Wasserstraßen und Häfen“ statt. Ziel der Veranstaltung war es, den Austausch zwischen Politik, Forschung und Wirtschaft zu fördern und die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wasserstraßen und Häfen durch Innovationen zu stärken.

Im Mittelpunkt standen die drei zentralen Förderprogramme IHATEC II, Digitale Testfelder in Häfen (DigiTest) und Digitale Testfelder Wasserstraßen (DTW). Diese Programme dienen als Plattform für die Entwicklung und Erprobung innovativer Technologien zur Digitalisierung und Automatisierung in Häfen und auf Wasserstraßen.


Tag 1: Innovationen und Vernetzung im Fokus

Der erste Konferenztag stand ganz im Zeichen der Vernetzung und Innovation. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder eröffnete die Veranstaltung mit einem Überblick über aktuelle Fortschritte in den Förderprogrammen. Im Anschluss präsentierten 19 Projekte ihre Ergebnisse und Ansätze in einer Fachausstellung mit Exponaten und Bildschirmpräsentationen.

Besonders spannend war das Format der 100-Sekunden-Pitches, bei denen die Projekte ihre Ziele und Innovationen kurz und prägnant vor dem Plenum vorstellten. Diese dynamische Präsentationsform ermöglichte es, in kurzer Zeit einen breiten Überblick über die Bandbreite der Forschungs- und Entwicklungsarbeit zu gewinnen.

Ein weiteres Highlight war der Impulsvortrag von Dr. Philipp Heß, der die transformative Rolle von Künstlicher Intelligenz (KI) im maritimen Bereich beleuchtete – von automatisierten Prozessen über datengetriebene Entscheidungsfindung bis hin zu smarten Technologien für Häfen und Schifffahrt.

Der Tag endete mit einer Abendveranstaltung, bei der sich Teilnehmer:innen in einem informellen Rahmen austauschen und vernetzen konnten.




Tag 2: Vertiefung und strategische Diskussionen

Den zweiten Tag eröffnete der Parlamentarische Staatssekretär Christian Hirte mit einem Grußwort, das die Bedeutung der Wasserstraßen für die Verkehrswende und den internationalen Handel betonte. Der inhaltliche Schwerpunkt lag auf interaktiven Workshops, die praxisrelevante Themen wie Digitalisierung, Resilienz und Automatisierung von Prozessen adressierten. In den Diskussionen mit den Teilnehmenden wurden neue Lösungsansätze und Perspektiven für die technologische Weiterentwicklung der Wasserstraßen und Häfen erarbeitet.

Zudem gab eine Präsentation zur Digitalstrategie des BMV spannende Einblicke, wie die Bundeswasserstraßen wettbewerbsfähiger, moderner und zukunftssicherer gestaltet werden können.


Ergebnisse und Ausblick

Die Konferenz machte deutlich, dass Digitalisierung und Automatisierung die Schlüsselfaktoren für die Zukunftsfähigkeit der Wasserstraßen und Häfen sind. Ein Beispiel hierfür ist das Projekt VERA, das ein virtuelles Testfeld für Automatisierungssysteme auf Binnenschiffen entwickelte. Ebenso beeindruckte SmartKai, ein Assistenzsystem zur Schadensvermeidung an Schiffen und Hafeninfrastrukturen.

Mit visionären Ideen, praxisnahen Projekten und einem offenen Austausch zeigte die Fachkonferenz eindrucksvoll, wie Wissenschaft, Wirtschaft und Politik gemeinsam die Transformation der maritimen Infrastruktur vorantreiben können.

Wir freuen uns auf weitere Fortschritte und laden Sie herzlich ein, Teil der nächsten Fachkonferenz zu sein!